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Neulich im Callcenter meldet sich ein Kunde am Telefon: “EICHELBERG, guten Tach!!”und nennt dann seine Sendungsnummer.

Noch behalte ich die Fassung, bin ja Profi, und bitte um einen kurzen Moment, den aktuellen Status seiner Sendung zu erlesen. Während ich ob des Namens noch um Beherschung meiner Lachmuskeln bemüht bin, lese ich mich zügig in den Vorgang ein. Plötzlich höre ich den Kunden seinem Kollegen zurufen:

“Den muss’de erst lutschen, sonst isser zu hart…!”

Gerade noch…

Liebe das Mutterherz, solange es schlägt.

Wenn es gebrochen ist, ist es zu spät.

Mamachen hat vergangene Nacht ihren dritten Infarkt erlitten. Der Arzt hat ihr mit einem weiteren Stent das Leben gerettet, und sie nicht in Unkenntnis darüber gelassen, wie gerade noch rechtzeitig sie sich in die Klinik hat fahren lassen.

Das glaubt wahrscheinlich niemand, wie ich Mamachen gestern noch dringend empfohlen habe, unbedingt eine Untersuchung durch einen Herzspezialisten in Betracht zu ziehen, weil mir ihr (und mein) Hausarzt, für meinen Geschmack zu sehr herumdoktore, und wie so gar nicht es den Anschein habe, er behandele sie.  Muttchen behagte der Gedanke gar nicht, schon wieder ein Krankenhaus von innen sehen zu müssen, und so brachte ich sie nach dem Einkauf nachhause, statt einfach mit ihr in die Klinik zu fahren. Das Letzte was ich wollte war, sie unnötig durch so eine Aktion aufzuregen.

Ich mag es manchmal so gar nicht, recht zu behalten!

Und ich bin so froh, dass Mamachen es überlebt hat!

 

Frau am Steuer

Tja, nu isses passiert. Glühwürmchen steht an der roten Ampel, der F-LO fängt an zu husten und geht dann aus. Mitten im Berufsverkehr… Sofort war ich von ärgerlichem bis aggressivem Hupkonzert eingekesselt. Selbst als die Ampel wieder und wieder auf Rot schaltet, ließ mir keiner eine Lücke, um mich aus dem Weg zu bugsieren. Erst nach langen Minuten, kommt ein freundliches Gesicht auf mich und mein Vehikel zu, fragt, ob er helfen kann. Zu zweit schaffen wir mein Auto über die rechte Spur auf eine glücklicherweise vorhandene Einfahrt hinauf, so dass ich erst einmal aus dem Weg war.

Naja… will’s mal halbwegs kurz machen…mir war tüchtig bange vor womöglich anstehender Kosten für Abschleppen und Operation(en). Doch stellte sich heraus – es war der Klassiker… der Sprit war alle!

Bro verarztete mich fernmündlich mit der Telefonnummer der Tankstelle, an der ich vor gut 300-500 metern vorbeigerauscht war (im guten Glauben an meine Tankanzeige, die erst vor knapp 6 km aufgeblinkt hatte). Der Pächter machte nicht viel Federlesen, fragte nach der Benzinsorte und füllte 5-10 Minuten nach seinem “bis gleich” mit einem 5L Kanister den staubtrockenen Tank meines Vehikels.

Mit gekreuzten Fingern an der linken,  drehte ich mit der rechten Hand den Zündschlüssel – - – - – und – - – - – mein F-LO schnurrte wie ein sattes Kätzchen. Voll das Klischee… Weiber und Autos… könnte man meinen. Aber ich hab den Verdacht, dass das Reservelicht mir heute morgen einfach einen Streich gespielt hat. Vielleicht war mein Karma auch einfach Scheisse, nachdem ich meinen schlampigen Nachbarn den eigentlich von mir gespendeten Papierkorb entzogen habe. Nicht nur dass die Zeitungen und Prospekte trotzdem wie Kraut und Rüben im Eingangsbereich herum flattern. Er wird auch immer wieder mit anderem Unrat befüllt, wie Plastikkaffee-to-go-Bechern Kaugummi und Bananenschalen. Letzteres ist im Sommer übel, wenn sich die Fruchtfliegen darüber hermachen um die next generation zu erpoppen. Ja, juhu erstmal…

Aber – um das Positive komm ich nicht herum: Es gibt sie noch, die Freunde und Helfer, die ohne Gegenleistungsabsprachen mal schnell Hand anlegen und ein defektes Auto von der Strasse schaffen oder mal eben schnell einen Kanister Benzin bringen, um es wieder flott zu machen.

Und da so eine freundliche und hilfsbereite Dienstleistung alles andere als selbstverständlich ist, gehört es sich – auch wenn das hier so gut wie niemand liest – dass man diese nennt: Es war die ARAL Tankstelle “Am Industriehof” in Heimatmetropole Frankfurt.

Hört außer mir noch jemand Fats Domino im Hintergrund?!?

=0)   

Dieses Kopfkino….

Ein Kunde aus Poppenbüttel namens Eichelberg ruft an. Eine kleine Wartepause, in der ich Daten im Computer aufrufe, nutzt er, um seinem Kollegen etwas zuzurufen:

“Den muss’de erst lutschen, sonst isser zu hart…”

Wie soll ich da bloß gegen mein Kopfkino ankommen…?!?

White Chocolate Kisses

Ich glaub, weiße Schokolade hab ich schon immer gern gemocht. Mein Favorit ist und bleibt Die Weisse Crunch, welche nur noch von Die Weisse Joghurt Crunch getoppt werden könnte – wenn es sie noch gäbe! Ach, und gerade fällt mir ein, da gab es während meiner Teenager/Twen Phase noch eine Billigmarke bei PLUS, Weisse mit Kokosraspel. Die hatte ich fast vergessen, aber die gibt es inzwischen auch nicht mehr.

Wann immer ich übrigens glaube, mir einen Kaffee bei Starbucks leisten zu können, gehe ich mit dem guten Vorsatz zur Kasse, mir diesmal wirklich mal eine andere Sorte zu bestellen, lande aber meistens doch wieder beim White Chocolate Mocca – und hab diese Sorte noch nie bereut!

Aber die köstlichste weisse Schokolade, die ich jemals gekostet habe, war Cadbury White – zartcremigsüßschmelzend während eines langen, hingebungsvollen Kusses…

Als Gildo Horn 1998 am Grand Prix teil nahm, und unsere Clique johlend und gröhlend bei geöffneten Fenstern pappigsüße Erdbeerbowle und klebrige Nussecken verspeisten, konnte ich noch nicht mal ahnen, dass meine neue Freundin Sopran – selbst wohl die lauteste von uns allen – geradezu prophetisch verabschiedete:

“Den Grand Prix im nächsten Jahr sehen wir dann in deiner neuen Wohnung – so laut wie wir sind, wohnst du hier bestimmt nicht mehr lange…!”.

Nun, eine Kündigung der Wohnung blieb zwar aus, doch schon im darauf folgenden Monat Juni plumpste mir eine fast niegelnagelneue 1,5 Zimmer Dachwohnung ungefragt in den Schoß! Wo ich eigentlich gar nicht auf der Suche war, schien mir das geradezu schicksalhaft, denn nicht nur schön hell, größer und in meinem Lieblingsviertel.  Noch dazu erfüllte sich ein heimlicher Wunschtraum. Denn als sich dieses Haus noch im Bau befand, träumte ich den für meine Begriffe unerreichbaren Traum, hier einmal wohnen zu können – - – wann immer ich mit dem öffentlichen Bus an der Baustelle vorbei fuhr!

Heute besuchte ich Kartoffelkäfermamachen im Krankenhaus. Während wir zusammen auf dem Bett saßen, die Menschen und den Verkehr beobachteten, kam die Rede natürlich auf meine alte Wohnung. Thematisch gar nicht mal so ungewöhnlich, schließlich war sie ganz in der Nähe vom Krankenhaus. Sprachlos machte mich die Tatsache, dass mein Umzug schon über 13 Jahre zurück liegt!

Kinder, Kinder – wie die Zeit vergeht!

Seltsame Fügung 3

Es war letztes Wochenende. Der deutsche John Denver Fanclub feierte sein 30jähriges Bestehen.

Ich war schon seit Jahren kein Mitglied mehr, eigentlich seit ich vor Jahren kein Geld für die Jahresmitgliedschaft aufbringen konnte. Als keine  Clubzeitung mehr kam, wußte ich Bescheid. Und im Laufe der Jahre hab ich mich nie durchringen können, erneut beizutreten. Über die Webseite des Clubs bin ich zufällig gestolpert, und als ich entdeckte, dass dieser besondere Jahrestag bevorstand, entschloss ich mich, dort überraschend aufzutauchen.

Die Fahrt am Rhein entlang war wunderschön. Jetzt, Ende Oktober, war das Laub herrlich bunt und wie das so ist, wenn Engel reisen – sobald sich die Frühnebel am Rhein auflösten, strahlte das Laub in der Sonne.

Dort angekommen waren mir die meisten Gesichter fremd. Unter den Gästen war fast niemand, die ich oder die mich wirklich kannten. Lediglich 2 – nein – 3 von der Clubleitung erkannte ich. Meine Überraschung schien zu gelingen. Ich wurde freudig begrüßt, und sogleich zum Tombola-Tisch bugsiert, wo für jeden Teilnehmer Namensschildchen ausgelegt waren. G. fischte ein Schildchen heraus, und hieß es mich anlegen. Ich wehrte ab. Als nicht angemeldete Besucherin wollte ich niemandem sein Schildchen weg nehmen. Doch G. antwortete zu meiner Verblüffung, sie könne nicht erklären warum, aber das Schild für “D” war doppelt angefertigt worden… sei wohl Bestimmung…

Noch sprachloser wurde ich nur noch am gleichen Abend, nachdem die Verlosung beendet war. Vor mir türmten sich meine Gewinne. Zwei Schallplatten hatte ich zur Tombola beigesteuert. Abgesehen von dem dort vergessenen 3jährigen Mammutbaum Setzling, dem Rucksach mit Club-Logo und einem selbstgebackenen Jubiläumsriesenkeks, kehrte ich m it 5(!) gewonnenen Schallplatten plus 2 Audio Kassetten plus 2 CDs heim…

 

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