Ach, wie hab ich die Serie Columbo früher so gern gesehen! Neulich bekam ich eine Staffel auf DVD geborgt, mit Folgen, die ich noch gar nicht kannte. Genau das Richtige für eine Grippe-Patientin. Also machte ich es mir damals mit meiner Erkältung auf der Couch bequem und ließ mich berieseln.
Nach soviel Losts, Monks, Houses und Anatomys erhielten die Handlung und die Szenen aus den Siebzigern jedoch schnell eine humoristisch-ironische Eigendynamik und brachten mich an vielen Stellen zum Schmunzeln und sogar zum Lachen – was ansich ja auch gesund machen soll! Man sehe und staune gar selbst:

Inspektor Columbo eilt zum Tatort, ein Kameramann steht ihm dabei hinderlich im Weg. Man beachte dabei die handliche Kamera! Das Neueste vom Neusten, tragbar und handlich, und der mitgelieferte, ebenfalls tragbare Akku im Rucksack, ausgestattet mit einer Hochleistungsübertragungsantenne! Damit ist der moderne Nachrichtensender stets top aktuell im Geschäft!!! ;o)




Ein Kuss zwischen Mörder und Mittäterin. Ich finde: Leidenschaft sieht anders aus! Haben Regisseure früher derart geschlampt? Oder entzieht sich nur mir der tiefere Grund, weshalb die Schauspielerin hierbei eine Mimik aufsetzt, die am üblen Geruch und Geschmack des Küssers keinen Zweifel läßt?!? Die Ärmste – wie oft sie diese Szene wohl hat wiederholen müssen…?

Besonders witzig fand ich diese Einlage mit einer Nachbildung der Skulptur „Der Denker“ und dem scheinbar nachdenklichen Täter, wie er scheinheilig versucht, Columbo auf die Sprünge zu helfen.

Wenn die gesamte Szenerie eines Filmes sowie der Zeitgeist, der mit Kleinigkeiten wie Mode, Licht und sprachlicher Interaktion zwischen Geschlechtern und Rassen, inzwischen geradezu unsympathisch antiquiert rüber kommt, so empfinde ich es doch als wiederum äußerst sympathisch, zu sehen, dass es damals noch weibliche Darsteller gab, die mit einer kleinen, nicht silikon aufgeblasenen, wonderbragepolsterten Brust schauspielern durften. Würde es eine solche Oberweite heute noch auf den Bildschirm schaffen?!?