Eine liebe alte Bekannte -laßt sie mich hier im Blog Geigerin taufen – spielt seit Jahren Violine in einem kleinen, hoch engagierten Hobby-Orchester.
Geigerin hat übrigens ein minutiöses Gedächtnis und einen geradezu legendär schlüpfrigen Humor. Gestern erzählte Sie von einem neuen Dirigenten, einem jungen Russen, dessen Deutschkenntnisse damals noch etwas – sagen wir – unausgereift waren.
Das engagierte Orchester probte zu jener Zeit für einen Auftritt in der Oper von Heimatmetropole. Das Ensemble war gebeten, auf seine private, recht kunterbunte Sammlung von Notenständern zu verzichten; man lege Wert auf ein einheitliches Bild beim Auftritt, weshalb jeder Musiker Notenständer des Hauses zur Verfügung gestellt bekomme. Es stellte sich jedoch heraus, dass offensichtlich doch nicht genügend Notenpulte bereit gestellt worden waren, so dass vor der ersten Probe ein gewisser Tumult entstand. Als wieder einigermaßen Ruhe hergestellt war, rief der Dirigent den Musikern zu:
„Meine Damen und Herren, hören Sie bitte… diejenigen Bläser unter ihnen, die noch keinen Ständer haben: Gehen Sie bitte in den ersten Stock und holen sich einen runter!“
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