
Das waren seit langem die schlimmsten Stunden meines Lebens, als ich vergangenes Wochenende beinahe Mr. Red verlor. Akute Atemnot, Verdacht auf Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum durch FIP.
Eine Tierklinik hat sein Leben gerettet, ihn mit Sauerstoff versorgt und meinen ‘Dicken’ dann punktiert. FIP wäre sein Todesurteil gewesen. Menschlich egoistisch bin ich für die anders lautende Diagnose ‘Mittlere Herzinsuffizienz’ regelrecht dankbar, bedeutet sie doch, er und ich haben noch eine Gnadenfrist gemeinsamer Zeit.
Das Herzmedikament scheint gut zu wirken, ebenso die drei Entwässerungs-tabletten, die er täglich bekommen muß. Gaaaanz langsam weicht auch meine Panik, mit der ich auf jede Bewegung und jeden Schnaufer von Mr. Red achte, der ja eigentlich Charlie heißt. Der Herzultraschall hat zwei rechteckige Quadratlöcher in seinen herrlichen Pelz mit sich gebracht. Das sieht aus… sündhaft nackig! Als ob ihn mutierte Motten überfallen hätten.
Ich hoffe sein Appetit kommt bald wieder, er ist in der letzten Woche so schrecklich dünn geworden, aber er geht nicht an sein normales Futter. Charlie lässt sich mit Tartar, Leberwurst, Katzenminzbonbons und Katzensalami verwöhnen. Ich bin ja für jeden Bissen dankbar, den er zu sich nimmt. Nächste Woche versuche ich es mal mit Fisch. Bei Räuchermakrele ist er noch jedesmal nicht zu halten gewesen und und zum leidenschaftlichen Dieb geworden…
*weia* das ging ja gerade noch mal gut, knuddel ihn mal ganz fest hinterm Ohr und erzähle ich von Lisa…