Alles tut weh. Meine Augen schmerzen vom Weinen, in der Brust zieht es unangenehm, wenn ich versuche, die Tränen wegzuatmen.
Ich habe es endlich geschafft, den Freßnapf mit den Resten vom letzten Frühstück zu leeren, spülen und einzupacken. Der Wasserbrunnen perlte noch immer plätschernd in die Trinkschale. Abgeschalten, reinigen und weg. Der Futtervorrat - willkommene Spende für Muttis übrig gebliebene Katzenfamilie. Die Lücke im Schrank ist passend – so leer, wie dieses Fach, fühlt es sich in mir an.
Ich öffne die Fenster weit, doch kein roter Schatten springt mehr hinzu und gibt mir feuchte Schmuseküsse. Obwohl froh um jedes Quentchen Schlaf, wird mir jedoch schmerzhaft bewußt, das sich kein Schmusetiger mehr heimlich und leise ans Kopfende schleichen wird, sich zaghaft in meinen Nacken rollen und sich und mich leise in den Schlaf schnurren.
Und doch, es ist zu verrückt… ich höre ihn poltern und rufen! Ich spüre ihn! Und im Halbschlaf, sehe ich seinen Umriss vor mir auf dem Bett liegen! Und es ist doch nur die verkrumpelte Patchworkdecke, die mich mit ihrem Zierrand narrt, der gerade eben noch genau so aussah, wie zwei Katzenohren.
Ich gab mich immer abgeklärt und gefaßt. Wußte um den Preis einer solch intensiven Freundschaft zu einem Tier, und bin auch bereit, diesen Preis am Ende zu begleichen. Und doch… diese Leere, die da plötzlich um und in mir ist, warum habe ich die nicht kommen sehen?
Autsch’n…
Wie Du schon sagtest „Es ist nicht unser Jahr“.
Und manchmal bleibt nichts mehr als dieses leere Gefühl und die Erinnerung, die tröstet, wenn der Schmerz endlich vergeht.
Alles wird in Watte gepackt, Schutzschilder müssen aufrecht erhalten werden für die, die kein Verständnis dafür zeigen, war ja schließlich nur ein Tier. Ich durfte Abschied nehmen, von Pelle, diesem Zankapfel, der schneller zubeißen konnte, als Du glaubtest, diesem Angstschießer, der sich in mein „Fell“ krallte, sobald „Ameise Friedolin“ seinen Weg kreuzte. YoYo, die am letztem Nikolaus gedachte … „Nun ist es gut ich mag in neuen Jagdgründen wildern“, fehlt mir noch heute. Ihr warmer Körper, der sich all abendlich Zugang in Bett verschaffte, nur für ein Moment an meiner Seite, unter die Decke krabbelte, sich anschmiegte, vor Wonne schnurrte, sich lang legte und die streichelnde Hand genießerisch mit geschlossenen Augen genoss.
Oh Seelenschwester ich weiß ganz genau, wie es Dir geht …
Fühle Dich gedrückt.
das tut so weh das zu lesen, weil ich so erahnen kann wie sich das anfühlen muss. viele menschen sagen „es ist doch nur ein tier“ aber diese menschen haben überhaupt keine ahnung. gerade jemand der nicht sprechen kann zeigt seine gefühle oftmals viel deutlicher. ausserdem heuchelt er nie, er lügt nie und er lässt einen niemals im stich.
lass dich zumindest virtuell in den arm nehmen und dir sagen, dass nach dem lesen deiner zeilen auch meine augen sich mit wasser füllen…
Ihr seid sooowas lieb.
Danke für das virtuelle Auffangen!
Werde in Kürze wieder auf die Blog-Bühne zurückkehren und hab dann bestimmt auch wieder freudigere Neuigkeiten auf Lager…
das doch das einzige was wir für dich tun können, in so einer schweren zeit, ein wenig virtueller Trost… *drück*