Es war letztes Wochenende. Der deutsche John Denver Fanclub feierte sein 30jähriges Bestehen.
Ich war schon seit Jahren kein Mitglied mehr, eigentlich seit ich vor Jahren kein Geld für die Jahresmitgliedschaft aufbringen konnte. Als keine Clubzeitung mehr kam, wußte ich Bescheid. Und im Laufe der Jahre hab ich mich nie durchringen können, erneut beizutreten. Über die Webseite des Clubs bin ich zufällig gestolpert, und als ich entdeckte, dass dieser besondere Jahrestag bevorstand, entschloss ich mich, dort überraschend aufzutauchen.
Die Fahrt am Rhein entlang war wunderschön. Jetzt, Ende Oktober, war das Laub herrlich bunt und wie das so ist, wenn Engel reisen – sobald sich die Frühnebel am Rhein auflösten, strahlte das Laub in der Sonne.
Dort angekommen waren mir die meisten Gesichter fremd. Unter den Gästen war fast niemand, die ich oder die mich wirklich kannten. Lediglich 2 – nein – 3 von der Clubleitung erkannte ich. Meine Überraschung schien zu gelingen. Ich wurde freudig begrüßt, und sogleich zum Tombola-Tisch bugsiert, wo für jeden Teilnehmer Namensschildchen ausgelegt waren. G. fischte ein Schildchen heraus, und hieß es mich anlegen. Ich wehrte ab. Als nicht angemeldete Besucherin wollte ich niemandem sein Schildchen weg nehmen. Doch G. antwortete zu meiner Verblüffung, sie könne nicht erklären warum, aber das Schild für “D” war doppelt angefertigt worden… sei wohl Bestimmung…
Noch sprachloser wurde ich nur noch am gleichen Abend, nachdem die Verlosung beendet war. Vor mir türmten sich meine Gewinne. Zwei Schallplatten hatte ich zur Tombola beigesteuert. Abgesehen von dem dort vergessenen 3jährigen Mammutbaum Setzling, dem Rucksach mit Club-Logo und einem selbstgebackenen Jubiläumsriesenkeks, kehrte ich m it 5(!) gewonnenen Schallplatten plus 2 Audio Kassetten plus 2 CDs heim…